Donnerstag, 7. Juli 2016

Rezension: Ich war Hitlerjunge Salomon

Vielen Dank an die Random House Verlagsgruppe, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Orginaltitel: Europa,Europa

Autor: Sally Perel

Verlag: Heyne>fliegt

Preis: 8,99 Euro

Genre: Geschcihtliches, Holocaust, Biografie

Orginalsprache:  -

Veröffentlichung: 9. Mai. 2016

Seitenzahl: 256





Worum es geht:
Sally Perel ist sechzehn, als er 1941 von den Nazis gefangen genommen wird. Er ist Jude und schon seit Jahren auf der Flucht. Er weiß, dass er nur eine Chance hat: seine Papiere entsorgen und eine andere Identität annehmen. Der Mut der Verzweiflung macht aus ihm Jupp Perjell, das jüngste Mitglied der deutschen Wehrmacht. Ein Jahr lang lebt er mit den Soldaten an der Ostfront und unterstützt sie als Dolmetscher. Danach schickt man ihn nach Braunschweig, wo er bis Kriegsende inkognito in einem Internat der Hitlerjugend bleibt. Sally Perels Autobiografie ist ein ebenso berührendes wie bemerkenswertes Dokument, das nichts von seiner Eindringlichkeit verloren hat.
[Quelle: Verlag]

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich total umgehauen.
Von dem Leben der Juden zur NS Zeit bekommt man meistens nur Berichte darüber zu lesen, wie sie sich versteckten und dann doch irgendwann in eines der Konzentrationslager gekommen sind, diesen Schrecken jedoch überleben konnten.
Die Geschichte von Sally Perel ist eine ganz andere. Er hat mitten unter den Nazis überlebt, in dem er mehr oder weniger einer von ihnen geworden ist.
Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass der Autor auch sich selber gegenüber gnadenlos ehrlich war. Er hat sich selbst eingestanden, dass es immer wieder Momente gab, in denen er vergessen hat, wer er wirklich ist und in denen er komplett zu dem Hitlerjungen geworden ist, dessen Rolle er eigentlich nur spielte.
Die Geschichte muss, grade in der Nachkriegszeit, absolut unrealistisch erschienen sein, denn wie können die Nazis nur übersehen, dass ein Jude direkt unter ihnen lebt?
Mir hat dieses Buch eine ganz andere Sicht auf den Holocaust gezeigt und auch noch einmal verdeutlicht, wie wirksam die Propaganda damals war.
Meiner Meinung nach, sollten man solch ein Buch, zumindest Auszüge daraus, im Unterricht behandeln, weil hier eben so unglaublich deutlich wird, wie die Prpaganda funktionierte und vor allem wie sehr sie die Köpfe von eigentlich jedem verdreht hat.
Dieses Buch hat mich wirklich total uberzeugt. Gleichzeitig find ich es jedoch schwierig es mit meinem Sternesystem zu bewerten, weil es einfach nicht zu den ganzen "fiktiven" Geschichten passt, die ich normalerweise damit bewerte.

Was mir besonders gefallen hat:
Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Außerdem fand ich das beigefügte Interview mit dem Autor am Ende des Buches sehr interessant und informativ.
Auch die Bilder, die immer mal wieder zwischendrin zu finden waren, fand ich sehr gut um alles noch einmal zu verdeutlichen.

Bewertung: Wie schon oben gesagt, finde ich es schwierig dieses Buch mit meinem sonst genutzen Sternesystem zu bewerten und deshalb werde ich das einfach nicht tun.
Ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch zu lesen!

Folgenden Link kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:
Hier auf der Verlagsseite: Ich war Hitlerjunge Salomon

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen