Freitag, 11. Dezember 2015

Rezension: Hüter der Erinnerung

Titel: The Giver

Autor: Lois Lowry

Verlag: dtv

ISBN: 9783423086424

Genre: Fantasy, Dystopie

Orginalsprache: Englisch

Veröffentlichung: September 2014

Seitenzahl: 272





Worum es geht:
Jonas lebt in einer perfekten Welt. Er kennt keine Not, keine Schmerzen, kein Risiko und vor allem keine Gefühle.
Während der Zeremonie der 12er bekommt jedes 12-jährige Kind einen Beruf zugeteilt und gilt von da an als Erwachsen.
Jonas wird als Nachfolger des >>Hüters der Erinnerung<< ausgewählt - der einzigen Person in dieser perfekten Welt, die Erinnerungen an die Zeit davor hat und die Welt so wahrnimmt, wie sie wirklich ist.
Als Jonas Pflegebruder Gabriel freigegeben werden soll, entschließt sich Jonas zur Flucht.

Was ich über ... denke:

...die Welt und die Geschichte...:
Es ist interessant zu sehen, wie eine Welt ohne Gefühle aussehen könnte, nach außen hin und für die Unwissenden wäre sie absolut perfekt. 
Doch wie sich im Laufe der Geschichte zeigt, sind wir Menschen ohne unsere Gefühle einfach nicht vollständig.
Ich finde es schön, dass gezeigt wird, wie wichtig es ist selber zu fühlen. selber zu denken und selber Entscheidungen zu treffen.

... die Personen... :
Jonas ist einem von Anfang an sympatisch. Auch wenn er nicht die üblichen Teenagerprobleme hat, die gibt es jac schließlich nicht mehr, kann man sich gut mit ihm identifizieren. 
Es ist interessant zu sehen, wie Jonas nach und nach erkennt, dass in seiner perfekten Welt doch einiges fehlt und alles andere als perfekt ist.
Die Figur des Gebers zeigt, wie schwer es ist alle Erinnerungen und Gefühle alleine bewältigen zu müssen. Außerdem wird er Aufgrund dessen was er ist in die Isolation getrieben, da er mit seinem Wissen nicht in die perfekte Welt hineinpasst.

Was mir am meisten gefällt:
Das man gemeinsam mit Jonas nach und nach realisiert, dass die anscheinend perfekte Welt alles andere als perfekt ist.

Was mir nicht gefällt:
Das Ende. Ich habe das Gefühl, dass das Buch nicht richtig beendet ist und eigentlich noch etwas kommen müsste. Doch soweit ich weiß wird die Geschichte rund um Jonas in den Folgebänden nicht fortgeführt.

Bewertung:

                                                4,5 von 5 Sternen

Eine wirklich interessante Lektüre, die jedoch ein besseres Ende verdient hätte.

Andere Informationen:
 Es gibt noch drei nachfolgende Bücher, die jedoch nicht direkt an die Handlung dieses Bandes anschließen.
Außerdem wurde das Buch mit Brenton Thwaites und Jeff Bridges in den Hauptrollen verfilmt.

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